Über den Ex hinwegkommen: warum Ablenkung nichts löst und was stattdessen hilft

Das Ende einer Beziehung ist immer eine große Veränderung im Leben. Wie du über deine:n Ex hinwegkommen kannst und das Aus verarbeitest, erfährst du in diesem Artikel. Und ebenso, wie du nach einer Trennung mit den beteiligten Emotionen sinnvoll umgehst und wann du bereit bist, dich auf einen neuen Menschen einzulassen.

Über Trennung hinwegkommen – Wie du über deine/n Ex hinwegkommst

Es ist drei Uhr nachts, du liegst wach, und dein Daumen hängt über ihrem Profil. Du weißt, dass du nicht draufdrücken solltest. Du weißt, dass es dir morgen schlechter geht. Du drückst trotzdem. Wenn du diesen Text liest, kennst du diesen Moment vermutlich, und du hast wahrscheinlich schon alles gehört: Zeit heilt, es gibt andere, lenk dich ab. Nichts davon hat funktioniert, sonst wärst du nicht hier.

Den Ex loslassen, die Trennung verarbeiten, über die Ex hinwegkommen: Wie auch immer du es nennst, es ist kein Zeitproblem und kein Willensproblem. Es ist ein Prozess mit einer eigenen Logik, und die meisten Menschen machen dabei drei oder vier Fehler, die ihn um Monate verlängern. In diesem Beitrag zeige ich dir, warum Ablenkung dich zurückwirft, wie du mit dem Kontakt umgehst, welche zwei Fallen nach einer Trennung am häufigsten zuschnappen und wie du am Ende über die Trennung hinwegkommst und besser aus ihr herausgehst, als du hineingegangen bist. Die volle Tiefe, mit den Phasen und den Übungen, die hier keinen Platz haben, steht in meinem Buch „Glück voraus“ (Amazon Affiliate Link):

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Warum der schnellste Weg durch den Trennungsschmerz mitten hindurch führt

Der Schmerz nach einer Trennung ist kein Fehler im System. Er zeigt dir, dass etwas verloren gegangen ist, das dir viel bedeutet hat, auch wenn am Ende vor allem Wut oder Gleichgültigkeit im Spiel waren. Wer über eine Suchmaschine hierhergekommen ist, sucht meistens einen Weg, dieses Gefühl schneller loszuwerden. Ich muss dich enttäuschen: Den gibt es nicht. Es gibt nur den Weg hindurch, und der ist tatsächlich der schnellste.

Wenn das nächste Mal die Welle kommt, probiere das Gegenteil von Ablenkung. Setz dich hin und spüre so genau wie möglich hinein: Welche Emotion ist das gerade, Trauer, Wut, Scham, Sehnsucht? Wo im Körper sitzt sie, Brust, Hals, Magen? Wie intensiv ist sie auf einer Skala von eins bis zehn? Und in welchen Momenten ist sie am stärksten, abends, nach dem Aufwachen, an bestimmten Orten? Wer das einige Male macht, erlebt etwas Überraschendes: Die Intensität nimmt ab, und mit ihr die Angst vor dem Gefühl. Du lernst, eine Emotion zu halten, ohne sie wegdrücken zu müssen. Das ist keine Esoterik, das ist die Grundlage jeder emotionalen Selbstregulation.

Das Gegenteil, den Schmerz zu betäuben, verlängert ihn. Sich in die Arbeit stürzen, exzessiver Sport, Alkohol, die nächste Person im Bett: All das schiebt die Verarbeitung auf und lässt sie später mit Zinsen zurückkommen, oft als Verbitterung, die dann nicht mehr nur den Ex betrifft, sondern jeden, der danach kommt. Höhen und Tiefen gehören zum Leben, und wer nur die Höhen aushält, hat nicht gelernt zu leben. Er hat gelernt zu flüchten. Wie du deine Gefühle dabei so benennst, dass du sie überhaupt verarbeiten kannst, habe ich im Beitrag über Gefühle ausdrücken beschrieben. Und noch etwas, vor allem an die Männer: Zu seinem Schmerz zu stehen ist keine Schwäche. Den Harten zu spielen ist falsch verstandene Männlichkeit, und sie kostet dich am Ende mehr als jede Träne.

Über Ex hinwegkommen - Einsamkeit und Trauer akzeptieren

Wie lange es dauert und warum du erst einmal allein sein solltest

Die häufigste Frage in meinen Coachings zu diesem Thema lautet: Wie lange dauert das noch? Faustformeln wie „die Hälfte der Beziehungsdauer“ sind Unsinn. Wie lange Trennungsschmerz anhält, hängt von der Intensität der Bindung ab, von der Art der Trennung, von deinem Bindungsstil und davon, ob du den Prozess aktiv gehst oder aussitzt. Was sich beschreiben lässt, sind die Phasen, die fast jeder durchläuft, vom Schock über das Verhandeln bis zur Neuorientierung. Ich habe sie im Beitrag über die Phasen des Liebeskummers ausführlich beschrieben, und allein zu wissen, in welcher du gerade steckst, nimmt der Sache einen Teil ihres Schreckens.

Der eine Rat, den ich zum Zeitfaktor ohne Einschränkung gebe: Sei nach einer Beziehung eine Weile allein. Nicht, weil Alleinsein tugendhaft wäre. Weil du sonst nicht herausfindest, wer du ohne diesen Menschen bist. Ich war zwischen meinen letzten beiden Beziehungen drei Jahre Single, und nicht, weil es an Frauen in meiner Umgebung gefehlt hätte. Ich wollte Zeit für mich, und ich habe diese Zeit genossen. Du musst keine drei Jahre warten. Einige Monate, in denen du das Alleinsein nach der Trennung nicht nur erträgst, sondern gestaltest, sind aber die beste Investition in die nächste Beziehung.

Wer sich direkt in die nächste Beziehung stürzt, ersetzt den Ex nicht. Er verschiebt die Verarbeitung auf einen Menschen, der nichts dafür kann. Das nennt man Rebound-Beziehung, und sie endet fast immer so, wie sie begonnen hat: als Reaktion auf jemand anderen. Eine Beziehung einzugehen, um nicht mehr einsam zu sein oder um sich „komplett“ zu fühlen, ist der falsche Grund. Erst wenn du dir selbst genug bist und auch ohne Partner ein Leben führst, das du nicht verlassen musst, bist du bereit, dich wieder auf jemanden einzulassen.

Über deine Ex hinwegkommen und alleine klarkommen

Kontaktsperre oder Kontakt halten?

Früher habe ich nach Trennungen den Kontakt konsequent abgebrochen, aus den Augen, aus dem Sinn. Es war der einfachere Weg, und er hat funktioniert. Heute sehe ich das differenzierter, aber in einem Punkt hat sich meine Meinung nicht geändert: In den ersten Wochen und Monaten ist eine Kontaktsperre fast immer richtig. Kein Schreiben, kein Anrufen, kein „nur mal fragen, wie es geht“, kein Profil-Check um drei Uhr nachts. Jeder Kontakt setzt dein Nervensystem zurück auf Start, weil es wieder anfängt zu hoffen. No Contact ist keine Strafe für den anderen und kein Spiel, um ihn zurückzugewinnen. Es ist die Bedingung dafür, dass dein System aufhört zu warten.

Was danach kommt, hängt davon ab, wie ihr auseinandergegangen seid. Frühere Partner können eine echte Bereicherung deines Umfelds sein, wenn du dich in der Beziehung und bei der Trennung ehrlich und respektvoll verhalten hast. Dann bist du aus ihrer Sicht der Typ, mit dem sie mal zusammen war und den sie noch mag, oder die Frau, mit der er sich noch gut versteht. Ob daraus eine Freundschaft wird, ist zweitrangig. Wichtig ist, dass ihr euch bei einer zufälligen Begegnung in die Augen schauen könnt. Aber diese Phase kommt nach dem Loslassen, nicht statt seiner. Wer den Kontakt hält, um sich das Loslassen zu ersparen, dreht sich Monate im Kreis.

Zum Kontakt gehört auch das, was du über den anderen sagst. Rede niemals schlecht über deinen Ex oder deine Ex. Nicht aus Rücksicht auf ihn oder sie. Weil es dich klein macht. Die Menschen in deinem Umfeld ziehen daraus ihre Schlüsse: Wer über jeden herzieht, der nicht mehr in seinem Leben ist, wird über mich auch herziehen. Egal was passiert ist, du hast mit diesem Menschen eine Zeit geteilt. Das in Ehren zu halten, ist eine Frage deines Charakters, nicht seines.

Fehler anerkennen, Grenzen ziehen, verzeihen

Direkt nach dem Ende einer Beziehung ist fast jeder überzeugt, der andere habe sich falsch verhalten. Hätte er dies nicht getan und sie das nicht gesagt, wärt ihr noch zusammen. Die Schuldfrage zu klären, bringt allerdings nichts. In einer Beziehung gibt es zwei Gewinner oder zwei Verlierer, nie einen von jedem. Nutze die Energie stattdessen für die Frage, an welchen Stellen du dich anders hättest verhalten können. Hier hilft nur gnadenlose Ehrlichkeit dir selbst gegenüber: Übernimm die Verantwortung für deinen Anteil, entschuldige dich, wenn es nötig ist, und lerne daraus, für dich, nicht um den anderen zurückzugewinnen. Und dann hör auf, dich darin zu suhlen. Fehler passieren jedem. Bedaure sie, lerne, schau nach vorn.

Genauso gut kann es sein, dass du gar nicht viel falsch gemacht hast. Manche Menschen wissen nicht zu schätzen, was du zu bieten hast, oder sind durch frühere Verletzungen so blockiert, dass sie sich nicht einlassen können. Und manche tragen Störungen mit Krankheitswert, die eine Beziehung für den Partner zur Zerreißprobe machen: schwere Depressionen, eine Borderline-Persönlichkeitsstörung, eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Eine meiner Ex-Freundinnen hatte ein so starkes Geltungsbedürfnis, dass ich regelmäßig mit narzisstischen Projektionen konfrontiert war, die ich selbst als Psychologe nicht immer erkannt habe. Wenn ich sie darauf ansprach, erntete ich Wut und Abwehr, denn in ihrem Weltbild war ich der Böse, während sie „gewaltfrei kommunizierte“. Argumentativ war sie nicht zu greifen. Am Ende blieb mir nur die Einsicht, dass ich sie nicht reparieren kann und das Spielfeld verlassen muss. Wer sich in dieser Beschreibung wiederfindet, sollte sich mit verdecktem Narzissmus beschäftigen und die Frage ernst nehmen, warum er sich zu solchen Menschen hingezogen fühlt.

Solche Beziehungen sind tückisch, weil sie dich an dir selbst zweifeln lassen. Wenn weder deine Unterstützung noch professionelle Hilfe etwas ändert, weil der andere sie nicht will, ist Abgrenzung das Beste, was du für euch beide tun kannst. Das Verhalten anderer Menschen liegt außerhalb deines Einflussbereichs, und dein Selbstwert sollte nicht davon abhängen, was dein Ex nach der Trennung noch anstellt. Und wenn du merkst, dass du immer wieder bei Partnern mit denselben Baustellen landest, dann sind das mit hoher Wahrscheinlichkeit Projektionen deiner eigenen. Dann ist es Zeit, dich mit deinem Schattenkind zu beschäftigen. Zwei Bücher, die dabei Pflichtlektüre sind (Klick aufs Bild führt zu Amazon):

Trennung verarbeiten und dein Schattenkind heilen
Abhängige Beziehungen überwinden

Und am Ende steht, unabhängig davon, wer was falsch gemacht hat, das Verzeihen. Dein Ex hat mit hoher Wahrscheinlichkeit versucht, seine eigenen Bedürfnisse zu schützen, so ungeschickt oder verletzend das für dich gewesen sein mag. Groll zu tragen ist, als würdest du Gift trinken und hoffen, dass der andere Schaden nimmt. Verzeihen heißt nicht, es gut zu finden. Es heißt, die Rechnung nicht mehr mit dir herumzutragen. Wie das konkret geht, steht im Beitrag über das Loslassen.

Respekt nach der Trennung: Feedback nutzen, Spielchen lassen

Wenn dein Ex oder deine Ex daran interessiert ist, kannst du in Ruhe deine Sicht der Dinge schildern: welche Wünsche und Erwartungen für dich unerfüllt geblieben sind, ohne Schuldzuweisung und ohne Vorwurf. Und du kannst zuhören. Hier liegt eine Chance, die die meisten Menschen aus verletztem Stolz verschenken: Feedback von jemandem, der dich so intensiv kennt wie kaum ein anderer. Ich wäre heute nicht der Mann, der ich bin, wenn ich mir diese Gespräche erspart hätte, und ich bin den Frauen in meinem Leben dankbar, dass sie auch nach einer Trennung möglich waren. Frag, an welchen Stellen dein Verhalten verletzend war, welche Bedürfnisse du übersehen hast, welche deiner Eigenschaften ausbaufähig sind. Und dann hör zu, ohne dich zu rechtfertigen. Wie du Feedback gibst und annimmst, ohne dass es eskaliert, habe ich in einem eigenen Beitrag beschrieben. Will der andere Abstand, akzeptierst du das. Dann ist es nicht fair, deine Sicht ungefragt loszuwerden, während er die Trennung auf seine Art bewältigt.

Zum Respekt gehört auch, jedes manipulative Verhalten zu unterlassen. Wenn du um deinen Ex kämpfen willst, tu es offen, aber benutze keine anderen Menschen, um Eifersucht zu provozieren. Wenn du bereit bist, dich mit anderen zu treffen, tu es für dich, nicht als Taktik. Und die inszenierten Glücksfotos auf Social Media, die zeigen sollen, wie gut es dir ohne ihn geht, sind ein Eigentor: Sie zeigen jedem, der hinschaut, dass du noch mitten in der Verarbeitung steckst und immer noch reaktiv auf deinen Ex bist. Falls er oder sie so etwas postet, gilt dasselbe. Ignoriere es. Es sagt alles über den Absender und nichts über dich.

Bedürftigkeit und Überkompensation: die zwei Fallen nach der Trennung

Nach einer Trennung schnappen zwei Fallen besonders häufig zu, und sie sind Spiegelbilder voneinander. Die erste ist Bedürftigkeit, in meiner Erfahrung und Beobachtung aus vielen Coachings häufiger bei Männern: Aus Mangel an Alternativen wird an dieser einen Person festgeklammert und der Weg zurück gesucht, aus den falschen Gründen. Wenn du mit dem Gedanken spielst, um deinen Ex zu kämpfen, dann nur, wenn ihr beide Fehler gemacht habt, die sich verzeihen und korrigieren lassen, wenn ihr dieselben Werte und Zukunftsvorstellungen teilt und wenn zwischen euch echte Anziehung besteht. Ein Mangel an Alternativen ist kein Grund, eine Beziehung wiederzubeleben. Er ist ein Grund, mehr Menschen kennenzulernen.

Die zweite Falle ist Überkompensation, in meiner Erfahrung und Beobachtung aus vielen Coachings häufiger bei Frauen, wobei ich von Tendenzen spreche, nicht von Regeln. Um über „den Einen“ hinwegzukommen und überhaupt etwas zu spüren, sinken die Ansprüche, und körperliche Nähe wird mit Zuneigung verwechselt. Damit wir uns nicht missverstehen: Gegen offen gelebte Sexualität spricht nichts, bei Frauen so wenig wie bei Männern. Die Frage ist nur, warum du mit jemandem schläfst. Weil du diesen Menschen anziehend findest und Freude daran hast? Oder weil dein Selbstwert so im Keller ist, dass jede Bestätigung kurz betäubt? Das eine ist Leben. Das andere ist Flucht, und sie führt in dieselbe Verbitterung wie jede andere Betäubung. Der Satz „You can't get enough of what you don't want“ trifft es: Von dem, was du eigentlich nicht willst, wirst du nie satt.

Beide Fallen haben dieselbe Wurzel, ein Selbstwert, der gerade an der falschen Stelle hängt. Wenn du glaubst, dein Ex sei der beste Mensch, den du je bekommen kannst, hast du entweder ein Selbstwertproblem oder du triffst nicht genug Menschen, und meistens beides. Wer merkt, dass er sich nach einer Trennung verschließt, hart und unverletzlich gibt, um nie wieder so verletzt zu werden, sollte den Beitrag über die Angst, sich auf jemanden einzulassen, lesen, bevor aus dem Selbstschutz eine Lebenshaltung wird.

Über Ex hinwegkommen und Offenheit bewahren

Häufige Fragen zum Hinwegkommen über den Ex

Wie lange dauert es, über den Ex hinwegzukommen?

Es gibt keine allgemeingültige Zahl, und jede Faustformel ist erfunden. Wer aktiv verarbeitet, den Kontakt abbricht, den Schmerz zulässt und ehrlich auf den eigenen Anteil schaut, ist nach meiner Erfahrung in drei bis sechs Monaten spürbar stabiler. Wer betäubt und ablenkt, kann Jahre brauchen, und trägt den Ex oft in die nächste Beziehung mit.

Sollte ich den Kontakt zu meinem Ex komplett abbrechen?

In den ersten Monaten ja, ohne Ausnahme, auch bei Freundschaftsangeboten. Danach kannst du neu entscheiden, wenn du merkst, dass eine Nachricht von ihm dich nicht mehr aus der Bahn wirft. Gemeinsame Kinder sind der einzige Fall, in dem ein vollständiger Abbruch nicht geht. Dort ersetzen klare Regeln den Kontaktabbruch: nur organisatorische Themen, schriftlich, ohne Rückfragen zum Privatleben.

Warum tut die Trennung immer noch weh, obwohl ich mich getrennt habe?

Weil derjenige, der geht, trotzdem verliert, nur früher. Wer sich trennt, hat den Schmerz oft schon Monate vorher begonnen, zusätzlich mit Schuldgefühlen und dem Zweifel, ob es richtig war. Dass du gegangen bist, heißt nicht, dass du nichts verloren hast. Es heißt nur, dass du den Verlust selbst gewählt hast, und das ist manchmal schwerer zu tragen.

Wann bin ich bereit für eine neue Beziehung?

Wenn du eine Beziehung willst und nicht brauchst. Der Test ist einfach: Kannst du dir ein gutes Leben allein vorstellen, das du nicht verlassen musst? Wenn ja, bist du bereit. Wenn die nächste Beziehung vor allem dazu dienen soll, nicht mehr allein zu sein oder dem Ex etwas zu beweisen, ist es zu früh. Wie du erkennst, ob du dich wirklich neu verlieben kannst oder nur eine Lücke füllst, steht im Beitrag über das Neu-Verlieben nach der Trennung.

Was kann ich machen, um den Ex zu vergessen?

Das Beste, was du aus meiner Sicht machen kannst, um deine Ex bzw. deinen EX zu vergessen, ist es, dich mit dir selbst zu beschäftigen. Nicht aus egoistischen Gründen, sondern konstruktiv, wie es der ganze Beitrag versucht zu skizzieren: Sport, Lesen, Freunde etc. All die Dinge, die positiven Einfluss auf dein Leben haben. Das Beschäftigen mit der oder dem Ex, auch das Ex Vergessen wollen, legen den Fokus von dir weg.

Über den Ex hinwegkommen heißt, zu dir selbst zurückzukommen

über Ex hinwegkommen durch Fokus auf sich selbst

Das Ende einer Beziehung ist einer der wenigen Momente im Leben, in denen Menschen wirklich bereit sind, sich zu verändern. Nutze ihn. Du hast jetzt Zeit für Dinge, die in der Beziehung zu kurz gekommen sind, Freunde, die sich über mehr von dir freuen, und die Gelegenheit, dir drei Fragen ehrlich zu beantworten:

1) Willst du in nächster Zeit überhaupt eine neue Beziehung?

2) Weißt du, was du von ihr erwartest und was du bereit bist zu geben?

3) Und was in deinem eigenen Muster willst du nicht noch einmal wiederholen?

Die Welt hat sich verändert, du hast dich verändert. Das heißt nicht, dass es schlechter wird.

Was am Ende bleibt, ist Dankbarkeit für die Zeit, die gut war, Verantwortung für den eigenen Anteil an dem, was nicht gut war, und ein offenes Herz für das, was kommt. Wer diese Episode sauber abschließt, kommt nicht nur über den Ex hinweg. Er nimmt etwas mit, das die nächste Beziehung besser macht.

Wenn du merkst, dass du allein nicht aus der Schleife kommst, dass jeder Tag mit demselben Gedanken beginnt und du dich selbst nicht mehr wiedererkennst, dann ist das der Punkt, an dem ein Blick von außen den Unterschied macht. Im Life Coaching arbeiten wir nicht daran, den Ex zu vergessen. Wir arbeiten daran, dass du zu dir zurückfindest, und zwar zu einer Version, die aus dieser Trennung mehr gelernt hat, als sie verloren hat.

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